Hier ist unser Tipp für die richtige Bekleidung

Bevor ich auf das Bekleidungsangebot im einzelnen eingehe,
Hier mein Bekleidungsvorschlag:
mit einem schnelltrocknenden und vor Sonne schützendem Leibchen und einer kurzen Neoprenhose ist Mann//Frau bei schönem Wetter bequem unterwegs.
bei auffrischendem Wind oder kühleren Temperaturen kann es notwendig sein ein Neoprenshirt (Kurz/Langarm je nach vorliebe) darüber anzuziehen. damit ist Mann/Frau wind- und wasserdicht unterwegs.

Wenn das Wetter schlecht/kalt ist genügt als Ergänzung eine Paddeljacke und für die besonders kälteempfindlichen eine lange Neoprenhose.

Neoprenfüsslinge sorgen für einen rutschfesten Ein-/Ausstieg und warme Füsse.


Helme und Hauben – für den Kopf

Kanuhelme gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. ein guter Helm zeichnet sich durch seinen Schläfenschutz aus (in der Regel fällt man mit dem Boot um, d.h. man schlägt seitlich auf das Wasser auf). ebenso wichtig ist eine gute durchlüftung gegen Hitzestau. wichtig ist auch, ein Innenleben, das kein Wasser aufnimmt und verstellbar ist.

Neoprenhauben (1mm bis 5mm dick) werden in der kalten Jahreszeit zusätzlich zum Helm getragen. dafür ist natürlich ein innenverstellbarer Helm von Vorteil.


Paddeljacken und Hosen – gegen nass werden und den Wind

Es gibt Paddeljacken für den Wildwassersport, für Seekajakfahrer und für den Wanderbereich.

WW-Jacken zeichnen sich durch besonders dichte Hals- und Armmanschetten aus. Jacken mit Latexabschlüssen (sitzen sehr fest und liegen daher nicht Jederman) bezeichnet man als Trockenjacken. hier gibt es auch Modelle mit doppelten Kamin und Armabschlüssen. dieselben Jacken mit anderen Halsabschlüssen werden gerne als Semitrocken bezeichnet.

Seekajakjacken verfügen über Kapuzen und diverse wasserdichte Taschen, Wanderjacken verfügen im wesentlichen über besonders viele Taschen. Paddeljacken sind kürzer geschnitten als andere Sportjacken, da sie ja im sitzen verwendet werden und ein lange schnitt durch die faltenbildung die Sitzqualität stören kann.

Beim paddeln bleibt keine Hand frei, daher müssen die Kapuzen sehr variabll einstellbar sein und vor allen dingen windfest!

Meiner Meinung nach ist das wichtigste Merkmal einer Paddeljacke der Armabschluss. es gibt nichts unangenehmeres als ständig tropfen kalten Wassers im Ärmel zu spüren.

Mit Ausnahme einfacher Einsteigermodelle sind in der zwischenzeit alle Jacken aus atmungsaktiven Material, das sich ggf. in der Abrieb- und Reißfestigkeit unterscheidet, gemacht. Diese Jacken ermöglichen in Verbindung mit einer atmungsaktiven Unterwäsche vor allen dingen ein schnelles auftrocknen des Körpers in den „trockenen“ fahrbereichen und nach der fahrt. besonders empfehlenswert dazu ist als Unterwäsche, ein sogenannter „Nasswärmer“. wie schon der Name sagt, wärmt diese Wäsche auch wenn Mann/Frau nass ist.

Bei den Hosen ist die Atmungsaktivität nicht so wichtig. hier sollte vor allem das Material besonders abriebfest, also robust sein. Verstärkte Sitzteile sorgen für länge Haltbarkeit.


Neoprenanzüge – gegen die Kälte

Neoprenanzüge verhindern das auskühlen und erhöhen gleichzeitig den Auftrieb (Sicherheit) beim schwimmen. fürs paddeln ist wichtig, dass der Anzug nicht die Paddelbewegung behindert.

Ideal sind max 3 mm Anzüge. dickere Anzüge haben zu starke Sitzfalten, engen die Bewegung ein und sind daher meistens unangenehm zu tragen.

In den letzten Jahren haben sich getrennte Ober-/Unterteile durchgesetzt. Sie sind bequemer und erlauben einfaches und schnelleres an/ausziehen.


Funktionswäsche – für den Komfort

Funktionsunterwäsche sorgt dafür schneller trocken zu werden und auch in der Nassphase nicht auszukühlen. Schnupfen und Erkältungen werden damit erfolgreicher verhindert. mehr Spaß machts natürlich auch, wenn man sich trocken oder zumindest trocken fühlt. zusätzlich gibt es diese Wäsche auch mit unterschiedlichen Wärmefunktionen.


Schwimmwesten – für die Sicherheit

Schwimmwesten dienen der Sicherheit. im Bereich der Kajakwesten werden Zippwesten und Schlupfwesten angeboten. Sicherheitstechnisch ist die Frage Schlupfweste oder Zippverschluss reine Geschmacksache. für den Tragekomfort wichtig ist, das die Weste höhen- und breitenverstellbar ist. Oberklassewesten haben zusätzlich noch durchgehende Nähte (ähnlich Klettergurten) die Bergungen erleichtern. Kajakwesten sind kürzer geschnitten, damit sich bei der Benutzung von Spritzdecke und die Schwimmweste beide nicht gegenseitig behindern. Wildwasserwesten sollten unbedingt mit Rettungssystem und Panikverschluss ausgeführt sein. Bei den länger geschnittenen Canadierwesten verteilt sich der Auftrieb über eine größere Fläche. Zusätzlich sind jede Menge Taschenausführen (Brust und Rückenbereich) erhältlich. Bei Qualitätsschwimmwesten sind Schäume in Verwendung, die nur sehr wenig Auftrieb pro Jahr verlieren. d.h. diese Westen können sehr lange als sicher angesehen und benutzt werden. Billige (Steife) Schäume verlieren bis zu 10% Auftrieb im Jahr! Sie bieten daher nur für einen kurzen Zeitraum Sicherheit und Auftrieb. Hilfreich ist eine seitliche Anpassungsmöglichkeit, da die Weste dann auch getragen werden kann, wenn einmal ein dicker Pullover Verwendung findet, oder jemand anderer die Weste benutzt. auch bei den Westen ist es wichtig, dass der Schnitt nicht die Armrotation der Paddelbewegung behindert. Die Qualität des Obermaterials (Abrieb und Reißfestigkeit) bestimmt die Lebensdauer der Schwimmweste. Der Kontakt zu Ästen, Dornen und sand fordert das Material durchaus.

Tipp: Setzt euch nicht auf eure Schwimmwesten. der dabei entstehende Druck schädigt den Schaum und vermindert dadurch den Auftrieb der Weste.


Sicherheitsausrüstung – damit man hat was man braucht


Im Bereich der Sicherheitsausrüstung gibt es jedes Jahr eine Menge neuer Entwicklungen.
Wir zählen im wesentlichen Karabiner, Paddelfloat, Lenzpumpe, Seilrolle, Cowtail und Wurfsack dazu.

Karabiner – dienen zum bergen und sichern von Bootfahrer und Material. hilfreich ist die Benutzung eines Paddelkarabiners. durch seine extra große Karabineröffnung kann man auch Paddelschäfte einfangen und sicher ans Ufer bringen.

Paddelfloat – wichtiges Zubehör für Seekajakfahrer, denn nur damit gelingt es auf offener see wieder in ein Boot einzusteigen.

Lenzpumpe – zumindest eine Lenzpumpe sollte bei Fahrten, weit weg vom Ufer, dabei sein. Sie dient dazu auf offenen Wasserflächen, Wasser aus einem vollgelaufenen Boot zu bekommen.

Seilrolle – für Bergungen im WW, gemeinsam mit einem Wurfsack zum Bau eines Flaschenzugs, in Verwendung.

Cowtail – wird gemeinsam mit einem Karabiner genutzt und erleichtert die Bergung von Booten und treibenden Sportkollegen. wird an der eigenen Schwimmweste angebracht.

Paddelfloat – stabilisiert das Paddel auf der Wasseroberfläche und ermöglicht damit das einsteigen in ein gekentertes Boot, jenseits des Ufers.


Wurfsäcke – zum sichern und retten!

Wurfsäcke finden bei der Absicherung von schwierigen Stellen im WW verwendung oder auch bei der Bergung von gekenterten Wanderfahrern oder ihrer Boote. zumindest im WW – Bereich sind sie unabkömmlich.

Sie können aber auch zum Wäsche aufhängen oder Boote anbinden verwendet werden. zum Wurfsack wird zumindest auch ein Kanukarabiner benötigt.


Bootswagern – für die Bequemlichkeit

Bootswagen vereinfachen den Transport eines Bootes von A nach B wesentlich. wer’s nicht glaubt kann gerne einmal ein Kanu mit Beladung rund um unser Geschäft bewegen. Von Billigstmodellen raten wir hier auf Grund der Kurzlebigkeit ab.


Spritzdecken – sonst gehst du unter!

Verhindern das eindringen von Wasser durch die Luke in das Boot. Spritzdecken sind für Wildwasser und Seekajaktouren unbedingt notwendig. Beim Wanderfahren dient die Spritzdecke vor allen Dingen dazu möglichst nicht durch Tropfwassser beim paddeln angespritzt und nass zu werden. Die Materialwahl der Spritzdecken ist reine Geschmacksache. im WW – Bereich haben sich Neoprendecken durchgesetzt. Wer eine Spritzdecke kaufen möchte, sollte vorher seine Luke abmessen (Länge/Breite).


Wasserdichtes Einpackmaterial
Wozu wasserdichte Säcke oder Tonnen verwendet werden erklärt sich von selbst. Dazu die oft und oft bestätigten Regeln:
„Alles was nicht eingepackt ist wird Nass und alles was im Boot nicht angehängt wird ist weg!“
Wir empfehlen als Mindestausrüstung einen kleinen Sack für Ausweise und Autoschlüssel und einen größeren für Jause und/oder Reservewäsche.

Paddelschuhe für warme Füsse
Neoprenfüsslinge sollen das auskühlen der Füsse verhindern. es gibt sie als Socken (in Sportschuhen zu verwenden), als Füsslinge mit weicher Sohle (Für Fahrten ohne besondere Kletter- oder Wanderambitionen) und mit Klettersohle für intensive Einsätze. auch im Schuhbereich ändert sich das Angebot jährlich. für alle Modelle gilt – je dicker die Neorpenschicht, desto wärmer bleiben die Füsse!

Handschuhe und Zubehör – für Männer und Frauen

Der Handschutz soll die Kälte bekämpfen und Blasen verhindern. Es gibt Handschuhe aus Neopren und Paddelpfötchen die man über den Paddelschaft zieht. der Vorteil der Paddelpföttchen ist, dass der direkte Kontakt zum Paddelschaft nicht verloren geht.


Zubehör – für’s Auto

Ohne Bootsträger wird man wohl kein Boot transportieren können, ohne sein Autodach erheblich zu beschädigen. von einem transport im Auto raten wir dringend ab! Gschicht’ln dazu gibt’s auf Wunsch gerne bei einem Beratungsgespräch im Geschäft. Zur Befestigung sind unbedingt Spanngurten zu verwenden. Gummispanner sind ungeeignet. Ebenso sind Ratschengurte nicht wirklich geeignet. Hier besteht die Gefahr, dem Boot bleibende Verformungen beizubringen.


Zubehör für’s Boot
Spitzenbeutel verhindern das verformen des Bootskörpers und das untergehen von Booten. Zusätzlich verringern sie bei Kenterungen die Menge an Wasser die ins Boot eindringen kann und damit die möglichkeit das Boot auch aus dem wasser zu bringen. Ein vollgelaufenens Boot ohne Auftriebskörper kann schon 200 – 350 liter wasser in sich aufnehmen !
Zum lesen gibt’s jede Menge im Gschäft!
Bootfahren lernt man nur im Wasser, trotzdem ist die angebotene Literatur sinnvoll und hilfreich. Wasserläufe können sich nach jedem Hochwasser ändern. Nutzungsregeln für Gewässer unterliegen ebenfalls laufender Veränderung. Neue Kanutouren kann man ebenfalls, einfach und sicher, der Literatur entnehmen. dazu gibts Unterlagen und Beratung bei uns im Geschäft.

Diese kleine Übersicht soll keine Beratung ersetzen. wir haben sie gemacht um euch eine kleine Vorinformation anzubieten und vielleicht die Auswahl zu erleichtern. bei einem Besuch in unserem Geschäft, oder bei Probefahrten mit unseren Booten stehen wir jederzeit gerne für eine ausführliche Beratung zur Verfügung.

In diesem Sinne viel Spaß beim Schifferl fahren,

patsch nass,
wünscht euch
Dipltr., Kr Werner Raabe, mba

www.arwex.at, 1210 Wien • Am Rollerdamm 2 • Tel. 01/263 7111 • e-mail shop@arwex.at


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